Nicht zu vergessen…

8:00h Ich betrete mein Büro und setze mich an meinen Schreibtisch. Steckdosenleiste einschalten und MacBook starten. Zunächst erstmal öffne ich die ToDo-Liste. Ok, vier nicht gerade unwichtige Aufgaben stehen an. Was sagt der Kalender ? Ah, zwei Anrufe…privater Natur.
1.Aufgabe: Ein Photoshop Design. Nur eine Seite eines größeren Projektes. Das sollte etwas 2 Stunden in Anspruch nehmen. Erstmal das eMail-Programm gestartet. Hmm drei mails. Eine Kundenanfrage…könnte ein neuer Auftrag werden. Gleich mal beantworten. TweetDeck gestartet. Kurz durch die Tweets geschaut…allerlei toller Einträge, schnell mal einige Links in die Bookmarks aufgenommen - unter “unread”.
9.00h Photoshop gestartet. Skizze des Designs aus der Schublade geholt … Thunderbird meldet eine neue eMail, wie von selbst klickt der kleine Pfeil auf das Icon. Oh neuer Kommentar auf einem meiner Blogs. Klick - beim Blog eingeloggt. Interessant, schnell mal darauf antworten. Dann auf den Link des Kommentators geklickt. Die Webseite einer WebDesign-Agentur aus Dortmund öffnet sich … tolle Arbeiten im Portfolio…
9:30h Zeit für einen Snack.
9:45h Wollte ich nicht gestern noch diesen Artikel lesen ? Der kann mir doch bei meinem Design recht hilfreich sein. Klick klick … Das ist doch mal eine guter Texteffekt für einen Blogheader … scroll scroll.. naja, vielleicht für ein nächstes Projekt.
10:30h Photoshop, Die ersten Pixel gez…TWEET…eichnet. TWEET…Die Farben sind gut…Welche Schrift habe ich mir überlegt ? Passt die wi…TWEET..rklich? Oh, der Tweet klingt gut, mal anklicken den Link….
11:00h Neue eMail….Antwort des potenziellen Kunden von vorhin. Er wünscht einen Zeitplan. iCal geöffnet…oh der Telefonanruf .. gleich gleich … Zeitplan Zeitplan, vor Weihnachten jedenfalls nicht mehr. Klick klick … Telefonhörer…
11:30h Ich muß meine Tochter vom Kindergarten holen
Mittag
13:00h Photoshop…TWEET. Ich schalte TweetDeck ab.
14:30h Das Design ist fertig … ToDo-Liste .. klick … Datenbank planen. Anforderungsliste rausgekramt … RRRiiingg .. “Ja ? …“
15:00h Datenbank…
17:00h Was steht noch an ? Achja, Umsatzsteuer für den letzten Monat … hmm … noch zwei Tage Zeit. Facebook ? Klick…
17:30h Umsatzsteuer…
18:00h Abendbrot
18:30h Tochter eine Geschichte vorlesen und ins Bett bringen.
19:15h “Schatz gucken wir nachher den Weihnachtsfilm ? ” … “Ja, aber etwa später, ich muß noch….“
19:30h ToDo-Liste checken und letzte Aufgabe von heute auf morgen verschieben. Noch zwei Aufgaben für morgen eintragen.
19:50h Weihnachtsfilm ? Nee, einloggen bei Wordpress … Neuer Artikel … “Ich prokrastiniere…”
Der Algorithmus zum Genie werden… also:
To-Do Listen. Ich bin ein Fan von To-Do Listen. Jeden Tag schreibe ich mir eine und für jede Woche auch. Mehr aber nicht. Früher habe ich alles auf kleine Zettelchen (Post-Its) geschrieben, aber die flogen dann immer überall rum. Nicht gut. Zettelchen funktionieren für mich nicht. Also Software. Am besten webbasierte Software, damit man von überall darauf zugreifen kann (was jetzt nicht wirklich oft vorkommt, aber passiert schon mal…).

Ich habe mittlerweile haufenweise freie To-Do-Listen-Webprogramme ausprobiert. Einige habe ich länger benutzt, andere garnicht. Aber es ist einfach nicht das richtige dabei. Wie bereits erwähnt, benötige ich eigentlich nicht viel. Man will es ja nicht übertreiben. Aber folgende Sachen sind einfach unumgänglich:
Das alles benötige ich am besten in einer Anwendung (abgesehen natürlich vom Notizbuch, daran ändert sich so schnell nichts). Ich hasse es einfach innerhalb mehrerer Anwendungen / Webseiten hin und her zu klicken. Zur Zeit benutze ich den Google Kalender, Gmail, und für die ToDo-Listen einfache Textdateien. Aber ich will das alles unter einem Hut haben, einfach, schnell, elegant und flexibel.
Was will ich jetzt eigentlich damit sagen ? Ja genau, ich schreibe mir meine To-Do-Listen-Kalender-Anwendung selber ! Ich habe einfach zuviel Freizeit und nichts besseres zu tun. Deswegen werde ich in den nächsten Wochen und Monaten an dieser Anwendung schreiben. Und falls das alles Sinn macht wenn es fertig ist, wird diese Anwendung für jedermann frei zugänglich sein. Tach.
Albert Einstein
Die meisten Leute müllen ihren Desktop (dabei ist das Betriebssystem völlig egal) voll mit Icons von Dokumenten, Programmen, teilweise bleiben sogar heruntergeladene Setup-Files wochenlang dort liegen.
Ich finde das sehr störend und außerdem verbraucht es Rechnerresourcen, denn die meisten Betriebssysteme benötigen Speicher um den Desktop neu zu zeichnen .. blablabla .. das nur nebenbei.
Da ich viel meiner Zeit am Rechner verbringe (Programmierung, Design, normale Bürotätigkeiten…) finde ich es wirklich hilfreich keine Icons auf dem Desktop zu haben. Mittlerweile benutze ich seit einiger Zeit wieder Windows XP, aber auch mit anderen Systemen kann man einen ähnlichen Ansatz verfolgen, wie meinen hier.
