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Das Moleskine Notizbuch

Ja, so sieht’s aus: Moleskine Nutzer vergöttern Ihr kleines Notizbuch ebenso wie Apple-Jünger Ihre iMacs und MacBooks. Woher kommt dieser Kult ? Wieso gibt man gerne über 11€ für Notizbuch aus ?

Geek Moleskine (Bild von flickr.com -> sd)

Das Moleskine ist ein Notizbuch, dessen heutige Form auf ein in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Pariser Künstler- und Literatenszene beliebtes Notizbuch zurückgeht, das von einem kleinen Schreibwarenhändler in Tours vertrieben und wegen seiner schlichten Funktionalität geschätzt wurde. Zu jener Zeit gab es die Marke “Moleskine” wie man sie heute kennt natürlich noch nicht.

Dort wurden halt die kleinen schwarzen Notizbücher aus der oben erwähnten Schreibwarenhandlung in Tours geschätzt und von  Künstlern wie Oscar Wilde, Vincent Van Gogh, Pablo Picasso, Ernest Hemingway und Henri Matisse verehrt und regelmäßig benutzt.

Im Jahre 1997 wurde das Moleskine zu neuem Leben erweckt. Die Firma Modo & Modo Spa brachte das berühmte Notizbuch wieder auf den Markt. Der Name Moleskine entstammt dem früheren Material des Einbandes, das angeblich aus Maulwurfshaut (MoleSkin) bestand.

Moleskine (Bild von flickr.com -> jazzmasterson)

Wenn man nun der Werbung glaubt, haben namhafte Künstler und Schriftsteller dieses kleine, leere Buch benutzt um ihre Gedanken festzuhalten. Der englische Schriftsteller Bruce Chatwin schrieb in einem seiner Reisebücher, dass er sich in Paris regelmäßig mit den Moleskines eingedeckt habe, bis der beschrieben kleine Schreibwarenladen seine Pforten schloss und es diese Notizbücher nirgendwo mehr gab.

Diese Geschichte benutzte man dann bei Modo & Modo um das Moleskine zu vermarkten. Das Produkt schlug ein wie eine Bombe. Die Notizbücher haben sich zu einem überaus begehrten und beliebten Lifestyle-Produkt entwickelt. Fragt man Designer, Schriftsteller, Künstler, quasi alle kreativen Menschen, was sie regelmäßig in ihren Taschen dabei haben, ist mit Sicherheit ein Stift nebst Notizbuch dabei. Und in 90% ist dieses Notizbuch ein Moleskine.

Keine Frage, das Moleskine ist ein schönes Produkt. Es fühlt sich gut an und ist gut verarbeitet (auch wenn es mittlerweile in China fabriziert wird). Aber es gibt viele andere gut verarbeitete Notizbücher auf dem Markt. Ist einzig allein diese romantische Geschichte ausschlaggebend für den Erfolg ?

Mit Sicherheit war sie es und ist es auch immer noch, denn es inspiriert einfach, wenn man sich selbst mit den kreativen Größen unserer Zeit vergleichen kann und dann auch noch ihre Werkzeuge benutzt. Aber mittlerweile kommt ein weiterer großer Faktor hinzu: Wenn man bei Google nach Moleskine sucht, bekommt man ca. 5 Millionen Treffer. Wenn man z.B. als anfänglicher WebDesigner nach Möglichkeiten sucht Ideen festzuhalten, steht das Moleskine an erster Stelle, nicht das Notizbuch, nein - das Moleskine Notizbuch.

Diese Marke hat sich in gewissen Kreisen als quasi-Standard entwickelt. Und wer will nicht gerne dazu gehören ? Hier werden gestandene, kreative und erfolgreiche Menschen zu Lemmingen. Mein Vorrat muss auch wieder aufgefrischt werden…

Bücher und Blogs

Mehr Bücher

“When you’re young, you look at television and think, ‘There’s a conspiracy. The networks have conspired to dumb us down.’ But when you get a little older, you realize that’s not true. The networks are in business to give people exactly what they want. That’s a far more depressing thought. Conspiracy is optimistic! You can shoot the bastards! We can have a revolution! But the networks are really in business to give people what they want. It’s the truth.”

Steve Jobs

“I really think you should just do it yourself. See what happens. Build something. Hopefully, you won’t need any money at all. But if you do down the road and you have proven business and customers, then it might make sense.”

Jason Fried

Kindergärten und andere Elite-Einrichtungen…

Meine Tochter ist nun im Kindergartenalter. Im allgemeinen bedeutet dies in Deutschland, daß meine Tochter drei Jahre alt ist. In unserer beschaulichen kleinen Gemeinde gibt es sage und schreibe sieben Kindergärten (ich hoffe ich habe keinen vergessen).

Wenn man sich nun an die Ratschläge seiner Bekannten, Verwandten oder sonstiger Fachmänner bzw -frauen hält, ist es nahezu unmöglich einen geeigneten Kindergarten für sein Kind auszuwählen. (Wie mag das erst in einer Großstadt aussehen?).

Die wichtigste Frage ist natürlich: Wird das Kind dort richtig gefördert ? Aha, gut - klingt vernünftig. Gibt es ein ausreichendes Angebot an AGs ? Gab es sowas zu meiner Kindergartenzeit schon … ? Sind die Gruppen auch nicht zu groß ? Sind die Außenanlagen sinnvoll ? Werden genügend Ausflüge unternommen ? Wird auf die Ernährung der Kinder geachtet ? Gibt es auch nur zuckerfreie Getränke ? ….

Zum Teil möchte man bei solchen Punkten seinen gegenüber an die Schultern greifen und minutenlang schütteln. Den einzigen Punkt, den ich auf dem Zettel hatte, bei der Auswahl eines Kindergartens für meine Tochter, war die Entfernung zu Ihrem zuhause !

Warum sollte man sein Kind in den Kindergarten schicken ? Der einzige Grund der mir dazu einfällt, ist der, daß das Kind mit Altergenossen spielen sollte und somit ganz nebenbei den sozialen Umgang mit eben diesen lernt. Punkt. Genau aus diesem Grund halte ich die Einrichtung Kindergarten für überaus wichtig ! Aber mein Kind soll nicht zu einem Musterschüler herangezüchtet werden (schon garnicht im Kindergartenalter); mein Kind soll nicht schon mit drei Jahren einen vollen Stundenplan haben, weil es möglichst viele AGs belegen muß; mein Kind muß im Kindergarten nicht zur richtigen Ernährung erzogen werden. Denn das und vieles andere ist Aufgabe der Eltern. Denn was nützt es, wenn das Kind morgens vier Stunden im Kindergarten seine zwei Becher Wasser trinkt und zuhause die Limo wieder kalt steht…

Mein Kind von drei Jahren soll mit anderen Kindern spielen und ich denke diese Aufgabe kann so ziemlich jeder Kindergarten bewältigen…

“Handy-Branche soll Kinder besser schützen”

Seit wann muß eine Handy-Branche die Kinder schützen ? Was ist eigentlich los in Deutschland ? Da wird das Internet zensiert, weil Vollidioten Drecksinhalte über`s Netz austauschen ! Da werden Computerspiele verboten, weil kranke Menschen diese spielen ! Da werden Handy-Inhalte zensiert, weil Kinder geschützt werden müssen ! [Quelle]

Nur mal nebenbei: MAN KANN AUCH KEINEN EINBRAUCH VERHINDERN, NUR WEIL MAN DAS HAUS ABSCHLIESST !! Das ist der falsche Weg…

Werbung vs Realität

Wer kennt das nicht. Mal eben schnell bei der nächsten Fast Food Kette vorbeigerauscht und die leckeren Bildchen auf der Werbetafel mit den Augen verschlungen. Diese Seite zeigt mal den Vergleich: Das Bild auf dem Werbeplakat und daneben wie das Gericht tatsächlich aussieht. Widerlich eigentlich…

gefunden bei Lifehacker

Warum sollte ich meine Spuren im Netz verschleiern wollen ? Ich habe nichts zu verbergen…

Vielfach wird der Wille nach Anonymität verwechselt mit dem Eingeständnis einer Schuld. Warum sollte ich also meine Kommunikation im Internet geheimhalten wollen, wenn ich nicht einen Terroranschlag plane, mich auf Pornoseiten rumtreibe, illegale Raubkopien herunterlade, …. Einfach weil jeder ein Recht auf seine Privatsphäre hat.

In Zeiten, wo ein Großteil der Kommunikation digital erfolgt (email, chat, …) ist es ein Leichtes bestimmte Informationen zu finden. Ohne großen Aufwand kann man diese Nachrichten an bestimmten Knotenpunkten mit Filtern nach Schlüsselwörtern in sekundenschnelle durchsuchen. Und warum sollte ich mich verdächtig machen, wenn ich beispielsweise einen Artikel zum Thema Terrorismus schreibe und diesen per email oder sonstwie verschicke ?

Also geht es nicht darum irgendwas zu vertuschen oder geheimzuhalten, weil man etwas Falsches tut, sondern es geht um die eigene Privatsphäre, die man einfach wahren sollte. Schließlich schließt auch jeder abends seine Haustür ab, oder schließt die Tür einer öffentlichen Toilette, aber nicht weil er dort Drogen oder ähnliches konsumieren will.

Aus diesem Grund halte ich es für vernünftig seine Kommunikation im Internet nicht ohne weiteres offen darzulegen, sondern zu verschlüsseln. Welche Möglichkeiten gibt es die email, das Chatgespräch oder das Surfen zu anonymisieren ? In den nächsten Tagen will ich an dieser Stelle einige Artikel zu genau diesem Thema schreiben.

Nicht ganz neu, aber nett:

Polt das Internet unsere Gehirne um ?

Ich denke JA !

Ich will diese Antwort natürlich auch begründen. Zu diesem Thema wurden in letzter Zeit immer wieder interessante Artikel geschrieben. In der aktuellen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung “Wissen” wurde in einem Artikel zum Thema Web 2.0 (Stress 2.0) ebenfalls diese Problematik angesprochen. Worum geht es ? In erster Linie um Ablenkung.

Viele Forscher gehen davon aus, dass die schiere Informationsflut des Internets die Aufmerksamkeit dermaßen einschränkt, dass es Probleme macht einen längeren Textabsatz in Ruhe zu Ende zu lesen. Dort gibt es im Text Links zu weiteren Informationen, die angeklickt werden … Wenn man am Anfang des Textes nicht sofort die Informationen findet, die man erhoffte zu finden, wird der Rest des Textes “einfach überflogen” bzw. “gescannt”, in der Hoffnung fündig zu werden.

Ich denke, dass diese Form der Aufmerksamkeitsschwäche nicht auf alle Leser im Internet zutrifft, aber gerade wenn man viel auf Webseiten liest, stellt sich dieses Verhalten schnell ein. Bei mir konnte ich es auf jeden Fall beobachten.

Das Internet an sich ist natürlich definitiv eine Bereicherung, auch was die Informationsquellen zu allen möglichen Themen angeht. Allerdings sollte man das Angebot an Informationen nicht mit der Verfügbarkeit allen Wissens verwechseln. Auch wenn einem eine schiere Flut an Informationen zur Verfügung steht, so muß man sich das Wissen trotzdem selbst erarbeiten. Es bleibt einem also nicht erspart diese Informationen selbst durchzuackern, um von ihnen zu profitieren. Das “Überfliegen” eines Textes hilft an dieser Stellen meistens nicht weiter, sondern verstärkt nur die Verbreitung gefährlichen Halbwissens.

Ein weiteres Problem ist mit Sicherheit die Glaubwürdigkeit der Informationen. Wenn man bei Google nach einem Begriff sucht, erscheint unter den ersten Treffern mit ziemlicher Sicherheit der dazugehörige Wikipedia-Eintrag dazu. Aber wer sagt mir, dass alles was bei Wikipedia steht Hand und Fuß hat ? Wer schreibt diese Einträge ? Jeder ! Also ist der Inhalt nicht einem allwissenden Geist entsprungen. Dazu kommen die Inhalte aus Foren, Blogs und anderen usergenerierten Inhalten. Schonmal im Internet nach einer Krankheit anhand von Symptomen gegoogelt ? Keine gute Idee.

Es gilt also immer auch um sichere Quellen und Informationen, die bestätigt sind. Ich denke in dieser Hinsicht haben die guten alten Bücher noch lange nicht ausgedient, in welcher Form auch immer…

Ich will natürlich nicht die neuen Möglichkeiten des Web 2.0 verteufeln (wie könnte ich auch, schließlich betreibe ich selber einen Blog und ab und an twittere ich auch, wenn auch nicht privat). Aber es ist sicherlich nicht verkehrt zu wissen, wie man mit dieser schönen neuen Welt umzugehen hat.

Diese Erkenntnisse sind natürlich nicht neu, ich wollte nur meinen Senf dazu abgeben… auch eine Unsitte dieses Web 2.0 …

Daten online speichern - Segen oder Wahnsinn ?

Google Docs, Zoho oder Dropbox, Daten online zu speichern ist trendy. Klar liegen die Vorteile auf der Hand: Die Daten sind von überall aus erreichbar und dafür braucht man in den meisten Fällen nur einen Browser. Feine Sache eigentlich.

Web 2.0 Bild

…Ich persönlich halte eigentlich diese Art von Datensicherung oder Datenhaltung für gefährlich oder leichtsinnig. Natürlich sind die Angebote mit einem Passwort geschützt, da kann doch nix passieren ?! Wenn man sich so einige Passworte ansieht, sind diese selbst mit Brute-Force Methoden innerhalb von Minuten geknackt. Aber das ist nicht das Problem, auf das ich hinaus will.

Was war denn im Oktober letzten Jahres bei der Telekom los ? 17 Millionen Kundendaten wurden da bei T-Mobile gestohlen. Unter den Daten waren Adressen, Geburtsdaten und natürlich Handy Nummern. Nach dem Klau wollte man die Sicherheitsmaßnahmen dann erhöhen: Komplexere Passwörter, noch mehr eingeschränkte Nutzerrechte,…

Ich denke solch eine zentrale Speicherung von Daten ist IMMER eine schlechte Idee. Grundsätzlich besteht immer die Gefahr des Mißbrauchs und diese Gefahr muß nicht immer technischer Natur sein, vielmehr ist wohl auch die menschliche Natur nicht zu vergessen.

Erst jetzt wurde doch bei Google bekannt, dass private Daten des Services “Google Docs” in falsche Hände geraten sind. Google Docs ist quasi das Office-Paket online. Man kann dort Tabellen oder Texte erstellen und diese logischerweise dann online speichern. Man gibt dann den Personenkreis an, der Zugriff auf diese Dokumente hat. Als privat deklarierte Dokumente sind nur von dem Autor einzusehen. Jetzt ist aber bekannt geworden, dass es bei Google Docs eine Sicherheitslücke gab, die (so wird behauptet) 0,05 % der Google Docs Dokumente für andere Nutzer sichtbar macht. Wenn man sich jetzt vorstellt, dass ein Unternehmen seine kompletten, sensiblen Daten bei solch einem Online-Service speichert (und der Trend geht genau in diese Richtung), sind die Folgen wohl fatal !

Ich persönlich werde keine sensiblen Daten im “Netz” ablegen !