Nicht zu vergessen…

aus dem Buch “Made to Stick“
-> hier lang
via Twitter
Gerade wenn man quasi im Netz arbeitet und eigene Projekte und Anwendungen voran bringen will, motiviert ist und seine Ziele vor Augen hat, strömen neue Ideen nur so auf einen ein. Beim täglichen Scannen seiner Informationsquellen (Twitter, Blogs, …) werden in kurzen Abständen neue Ideen und Projekte generiert.

All dies schwirrt einem im Kopf herum und während der Bearbeitung einer Aufgabe kommen ständig kleinere Lösungen zu anderen Problemen hinzu. Multitasking nennt man das neudeutsch und es macht alles kaputt.
Nie war man mit solch einer Informationsflut konfrontiert. Die Quellen werden täglich größer und man hat Angst irgendetwas wichtiges zu verpassen. Diese Poblematik wurde schon oft diskutiert und Patentlösungen gibt es einfach nicht. Man muß für sich selbst entscheiden, was am besten funktioniert. Für mich persönlich haben sich einige Angewohnheiten bewährt gemacht, die es mir leichter machen Informationen zu verarbeiten und fokussiert Projekte zum Abschluß zu bringen.
3 Projekte auf der Liste
Mein Notizbuch quillt über vor Ideen für Web-Anwendungen oder Blogthemen. Vieles bleibt auf der Strecke, aber das geht in Ordnung. Ich habe ständig ein kleines Blatt Papier in der obersten Schublade auf der 3 Projekte vermerkt sind, die zum Abschluß gebracht werden müssen. Nicht mehr und nicht weniger. Dabei kann es sich um eigene Web-Projekte handeln oder Kundenprojekte (hier muß sowieso eine Deadline eingehalten werden), aber auch persönliche Ziele (gesunde Ernährung, Training,…). Egal um was es sich handelt - 3 Projekte sind auf dieser Liste. Diese drei Aufgaben wähle ich aus der Flut von Aufgaben aus meinem Notizbuch aus. Was ist mir besonders wichtig und bringt mich im Moment weiter ? Welche Deadline muß eingehalten werden ? Erst sobald ALLE 3 Punkte komplett abgearbeitet sind wird eine neue 3er-Liste erstellt. Wieder wähle ich sorgfältig aus meinem Berg aus, dabei kommt es auch schon vor, dass einige (wahrscheinlich sogar sehr viele) Sachen einfach gestrichen werden.
Es ist mir wichtig, dass ich immer nur intensiv an einer Aufgabe arbeite, d.h. ich muß alles andere, oben erwähnte, Schwirren im Kopf abschalten und fokussiert arbeiten. Das fällt anfangs nicht leicht, aber es wird mit der Zeit zur Gewohnheit. Und eine Liste mit nur 3 Projekten hilft dabei ungemein.
Informationsflut
Ich habe mir angewöhnt meine Informationsquellen sorgfältig zu wählen. Es gibt nur eine Handvoll Blogs, die ich regelmäßig lese und die mich wirklich interessieren. Das ist nicht einfach und jeder muß für sich selbst entscheiden, wieviel Informationen er aufnehmen will und kann. Ich habe mir 2 Stunden pro Tag eingeräumt, an denen ich einfach nur im Netz lese. Immer zu festen Zeiten. Somit kann ich die meiste Zeit intensiv an meinen Aufgaben arbeiten. Genau so verhält es sich mit eMails. 2 mal am Tag schaue ich nach und beantworte eMails - morgens und abends.
Wie bereits erwähnt geht es darum, seine Gewohnheiten zu ändern. Man muß sich klarmachen, was einem am wichtigsten ist und was einem am besten weiterhilft seine Ziele zu verfolgen. Mir ist es wichtig Prioritäten zu setzen und wichtige Arbeiten schnell und ohne Ablenkung auszuführen. Anfangs muß man sich zwingen seine Konzentration auf eine Sache zu lenken, mit der Zeit wird es zur Gewohnheit.
Die meisten Leute müllen ihren Desktop (dabei ist das Betriebssystem völlig egal) voll mit Icons von Dokumenten, Programmen, teilweise bleiben sogar heruntergeladene Setup-Files wochenlang dort liegen.
Ich finde das sehr störend und außerdem verbraucht es Rechnerresourcen, denn die meisten Betriebssysteme benötigen Speicher um den Desktop neu zu zeichnen .. blablabla .. das nur nebenbei.
Da ich viel meiner Zeit am Rechner verbringe (Programmierung, Design, normale Bürotätigkeiten…) finde ich es wirklich hilfreich keine Icons auf dem Desktop zu haben. Mittlerweile benutze ich seit einiger Zeit wieder Windows XP, aber auch mit anderen Systemen kann man einen ähnlichen Ansatz verfolgen, wie meinen hier.
